Leistungen und wie du dich bewirbst

Fast alles aus Metall hat irgendwer zusammengefügt: das Tragwerk eines Gebäudes, den Rumpf eines Schiffs, das Regal im Lager, den Anhänger auf der Autobahn. Deshalb gehen dem Schweißen als einem der wenigen Handwerke nie die Aufträge aus — jede Fabrik, Werft und Instandhaltungsmannschaft braucht es, in jeder Region. Eines sollte man trotzdem von Anfang an wissen: Es ist kein Job, in den man ganz ohne Vorbereitung einsteigt. Der übliche Weg führt über eine Stelle als Schweißhelfer oder einen kurzen Kurs in einem Schweißverfahren, und danach entscheiden die Prüfungen, die du sammelst, wie weit und wie schnell es geht.

Bezahlung und Leistungen

Die Bezahlung richtet sich nach dem Niveau in Metall und Industrie in deiner Region und steigt mit jedem Verfahren, in dem du geprüft bist — deshalb zählt die Qualifikation hier mehr als in fast jedem anderen Job.

  • Vertrag ab dem ersten Tag, nach dem Niveau der Industrie in deiner Region
  • Schweißhelm, Handschuhe, Jacke und Sicherheitsschuhe kostenlos gestellt
  • Bezahlte Weiterbildung bis zur Schweißerprüfung, bei vielen Betrieben
  • Nacht- und Wochenendzuschlag, wo im Schichtbetrieb gearbeitet wird
  • Verpflegungszuschuss oder Kantine im Betrieb
  • Ein klarer Weg nach oben: jedes geprüfte Verfahren öffnet besser bezahlte Arbeit

Gut zu wissen: Frage im Gespräch, mit welchem Verfahren die Stelle arbeitet und ob sie dich bis zur Prüfung ausbilden. Eine Helferstelle, die deine Schweißerprüfung bezahlt, ist mehr wert als ein etwas besserer Lohn ohne Weiterbildung.

Voraussetzungen für die Bewerbung

Jahrelange Erfahrung brauchst du für den Einstieg nicht, aber etwas schon: einen kurzen Kurs, Zeit als Helfer oder den Beweis, dass du eine saubere Naht ziehen kannst. Hier wird mehr getestet als Lebensläufe gelesen.

  • Schulabschluss; ein Schweißkurs oder eine Helferstelle ist der übliche Einstieg
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Keine Scheu vor Hitze, Lärm und engen Arbeitsplätzen
  • Ruhige Hand und gutes Sehvermögen, mit oder ohne Brille
  • Sorgfalt bei den Sicherheitsregeln: Rauch, Funken und heißes Metall gehören dazu
  • Für Helfer- und Anlernstellen keine Schweißerfahrung nötig

Was ein Schweißer wirklich macht

Metall nach Zeichnung verbinden

Die Zeichnung lesen, die Fuge vorbereiten und die geforderte Naht setzen — MAG, WIG oder E-Hand, je nach Betrieb. Das Können liegt nicht im Funken, sondern in einer Naht, die die Prüfung beim ersten Mal besteht.

Vorbereiten und nacharbeiten

Teile zuschneiden, schleifen und anpassen, danach die Naht reinigen und kontrollieren. Ein großer Teil des Tages ist Vorbereitung, und Helfer fangen meist genau hier an.

Sicher arbeiten

Helm runter vor dem Lichtbogen, Absaugung an und Heißarbeiten fern von allem, was brennen kann. In diesem Handwerk ist der sichere Schweißer der, der übernommen wird.

So bewirbst du dich, Schritt für Schritt

Schweißarbeit verteilt sich auf Metallbaubetriebe, Werften, Baufirmen und Instandhaltungsunternehmen — der schnellste Weg führt deshalb dorthin, wo die Arbeit in deiner Nähe ist.

  1. Schau dir Metallbaubetriebe und Industriefirmen in deiner Nähe an. Die meiste Schweißarbeit ist lokal. Metallbauer, Werften und Instandhalter stellen direkt ein und führen oft eine Liste mit Leuten, die sie anrufen.
  2. Bewirb dich auch auf Helfer- und Anlernstellen. Ohne Schweißerprüfung ist die Helferstelle der übliche Einstieg — du lernst das Handwerk und wirst dabei bezahlt.
  3. Nenne jedes Verfahren, das du schon kennst. Schon ein kurzer Kurs in einem Verfahren oder Zeit mit Schleifen und Anpassen bringt dich vor Bewerber, die nichts vorzeigen können.
  4. Leg deine Unterlagen zusammen. Ausweis, Adressnachweis, Sozialversicherungsnummer und jede Schweißerprüfung oder Kursbescheinigung, die du hast.

So verbesserst du deine Chancen

Mach erst ein Verfahren richtig, bevor du das nächste angehst

Eine solide Prüfung in einem Verfahren bringt dir die Stelle. Von allem ein bisschen und nichts geprüft meistens nicht.

Lerne früh, Zeichnungen zu lesen

Wer eine Zeichnung liest und ohne Anleitung arbeitet, kommt am schnellsten vom Helferlohn weg.

Sag Ja zur Arbeitsprobe

Viele Betriebe stellen nach einer Probenaht ein statt nach einem Gespräch. Nimm sie als das Gespräch — eine saubere Naht sagt mehr als jeder Lebenslauf.

Häufige Fragen

Kann ich ohne Erfahrung anfangen?

Ja, als Schweißhelfer oder Quereinsteiger. Direkt als Schweißer braucht man meist einen Kurs oder eine Prüfung in mindestens einem Verfahren.

Brauche ich eine Schweißerprüfung?

Für viele Stellen, besonders im Stahlbau und auf Werften, ja. Die gute Nachricht: viele Betriebe bezahlen sie, sobald du im Team bist.

Ist die Arbeit gefährlich?

Sie hat echte Risiken — Hitze, Rauch und Funken —, deshalb wird die Schutzausrüstung gestellt und die Regeln sind streng. Richtig befolgt ist es ein sicheres Handwerk.

Gibt es Nachtschichten?

In Fabriken und Werften, die rund um die Uhr laufen, ja, und diese Schichten werden meist mit Zuschlag bezahlt.

Geht es von hier aus weiter?

Ja. Helfer, dann Schweißer, dann in weiteren Verfahren geprüft, dann Prüfer oder Vorarbeiter. Kaum ein Handwerk belohnt jede neue Qualifikation so direkt.

Unabhängiger Informationsinhalt. Diese Seite ist nicht der Arbeitgeber, führt keine Auswahlverfahren durch und garantiert keine Einstellung. Bezahlung, Leistungen und Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Region, Standort und Zeitpunkt und müssen über den offiziellen Bewerbungskanal des Arbeitgebers bestätigt werden. Keine der hier genannten Stellen verlangt eine Bewerbungsgebühr.